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Grundbegriffe


Dem Themenschwerpunkt sind 44 ZAHLENBILDER zugeordnet.

Direkte Demokratie (09/2011)  

095090 Direkte Demokratie (09/2011)

Die Demokratie in ihrer Urform, wie sie seit dem fünften Jahrhundert v. Chr. in den Stadtstaaten des antiken Griechenlands praktiziert wurde, war eine direkte Demokratie. Politische Willensbildung und Entscheidungsfindung spielten sich auf öffentlichen Plätzen ab, wo die Bürgerschaft zusammenkam, beriet und per Handzeichen oder mit Tonscherben abstimmte. Die Herrschaft des...
Seerecht (06/2011)  

615665 Seerecht (06/2011)

Seit den frühneuzeitlichen Entdeckungsfahrten haben die Meere ständig an Bedeutung gewonnen. Heute wird der weit überwiegende Teil des internationalen Güterverkehrs über die Weltmeere abgewickelt. Und die unter der Wasseroberfläche verborgenen Reichtümer – Fischbestände, Erdöl, Erdgas, Metalle – wecken zunehmend wirtschaftliches Interesse. Eine Regelung der...
Nicht-Regierungsorganisationen (02/2011)  

616151 Nicht-Regierungsorganisationen (02/2011)

Im Zuge der Globalisierung sind Nicht-Regierungsorganisationen zu wichtigen Akteuren der internationalen Politik geworden. Ihre Anfänge reichen bis ins 19. Jahrhundert zurück, doch wurde der Begriff „Non-Governmental Organization“ (NGO) erst im 20. Jahrhundert geprägt. Er bezeichnet zivilgesellschaftliche Organisationen, die weder von Regierungen abhängig noch...
Lithium - Ein Rohstoff mit Zukunft (05/2010)  

635230 Lithium - Ein Rohstoff mit Zukunft (05/2010)

Die endliche Menge an industriell verwertbaren Rohmaterialien führt zwangsläufig zu der Frage, wann die ersten Rohstoffe knapp werden oder gänzlich zur Neige gehen werden. Schon Anfang der siebziger Jahre löste der „Club of Rome“ mit dieser Frage eine intensive öffentliche Diskussion aus. Heute stehen nicht nur die Energierohstoffe Erdöl, Erdgas und Uran und die...
Terms of Trade (04/2010)  

294920 Terms of Trade (04/2010)

Als Terms of Trade bezeichnet man das reale Tauschverhältnis zwischen einer Volkswirtschaft und der übrigen Welt, abzulesen an der Relation zwischen den (gewichteten) Ausfuhr- und Einfuhrpreisen. Bei steigenden Terms of Trade kann ein Land vom Erlös für eine bestimmte Menge an Exportprodukten mehr Güter importieren als zuvor, die Tauschposition des Landes verbessert sich...
Subsidiarität (12/2009)  

714025 Subsidiarität (12/2009)

Der aus der katholischen Soziallehre entlehnte Grundsatz der Subsidiarität wurde durch den Vertrag von Maastricht als allgemein geltendes Prinzip in die Rechtsordnung der Europäischen Union eingeführt. Das Subsidiaritätsprinzip besagt, dass die Entscheidungen in einem politischen System so weit "unten" wie nur möglich getroffen werden sollen. Seine Aufnahme in das...
Freiwillige Gerichtsbarkeit (08/2009)  

129020 Freiwillige Gerichtsbarkeit (08/2009)

Wenn zwei sich in privaten Rechtsangelegenheiten streiten und keine Einigung erzielen können, hilft am Ende oft nur ein Zivilprozess weiter, in dem ein Gericht auf Antrag einer der Streitparteien den Sachverhalt klärt und schließlich eine Entscheidung trifft. Auch im Strafprozess handelt es sich um eine streitige Auseinandersetzung: zwischen der in ihrem Rechtsfrieden...
Öffentliches Recht und Privatrecht (05/2009)  

128020 Öffentliches Recht und Privatrecht (05/2009)

Nach einer auf das römische Recht zurückgehenden Unterscheidung lässt sich die gesamte Rechtsordnung in die Bereiche des öffentlichen Rechts und des Privatrechts untergliedern. Das öffentliche Recht regelt die rechtlichen Beziehungen des Einzelnen zum Staat, den Gemeinden und anderen Hoheitsträgern und die Rechtsbeziehungen der öffentlichen Gewalten untereinander. Das...
Der Staat im internationalen Recht (08/2008)  

609001 Der Staat im internationalen Recht (08/2008)

Die politische Weltordnung der Gegenwart gründet sich auf das Mit- und Nebeneinander gleichrangiger souveräner Staaten. Staaten nehmen Beziehungen zu anderen Staaten auf, schließen Verträge miteinander ab und sind Mitglieder internationaler Organisationen. Das Völkerrecht billigt ihnen grundsätzlich das Recht auf territoriale Unversehrtheit, auf Nichteinmischung in ihre...
Schöffen - ehrenamtliche Richter (04/2008)  

129030 Schöffen - ehrenamtliche Richter (04/2008)

Die meisten der öffentlichen Aufgaben, die früher einmal ehrenamtlich und nebenberuflich wahrgenommen wurden, liegen heute in professionellen Händen. Im Rechtswesen spielt die Beteiligung von Laien aber nach wie vor eine bedeutende Rolle. Dass ehrenamtliche Richter als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung mitwirken, hat vor allem den Sinn, eine Verbindung zwischen...
Die Zahlungsbilanz (01/2008)  

218001 Die Zahlungsbilanz (01/2008)

Die Zahlungsbilanz erfasst alle wirtschaftlichen Transaktionen (d.h. den Austausch von Gütern, Dienstleistungen und finanziellen Ansprüchen), die in einem bestimmten Zeitraum zwischen Inland und Ausland stattfinden. Sie gibt damit Auskunft über die wirtschaftlichen Verflechtungen eines Landes mit der übrigen Welt und dient als Grundlage für währungs- und konjunkturpolitische...
Mischwahlsysteme (09/2007)  

085020 Mischwahlsysteme (09/2007)

Wahlverfahren beschreiben die Mittel und Methoden zur Bildung einer Volksvertretung. Die meisten Wahlverfahren stützen sich auf eines der beiden Prinzipien Mehrheitswahl oder Verhältniswahl. Jedes dieser Prinzipien weist Vorzüge und Nachteile auf. Für das Prinzip der Mehrheitswahl spricht, dass es die Bildung klarer Mehrheitsverhältnisse und starker Regierungen erleichtert...
Prinzipien der sozialen Sicherung (03/2007)  

141050 Prinzipien der sozialen Sicherung (03/2007)

Das System der sozialen Sicherung in Deutschland lässt sich auf drei Prinzipien zurückführen: das Versicherungs-, das Versorgungs- und das Fürsorgeprinzip. Diese Prinzipien beherrschen jeweils einen Teilbereich des Gesamtsystems; sie stehen für unterschiedliche Zielsetzungen, Strukturen und Funktionsweisen sozialstaatlicher Absicherung.
Kern des...
Verfassung der Schweiz (01/2007)  

812510 Verfassung der Schweiz (01/2007)

Die Verfassungsordnung der Schweiz wurzelt in der liberalen und demokratischen Tradition des 19. Jahrhunderts. Im Revolutionsjahr 1848 schlossen sich die schweizerischen Kantone zu einem Bundesstaat zusammen. Auf die Bundesverfassung vom 12. September 1848 gehen daher auch die wichtigsten politischen Institutionen des Landes zurück. Einen weiteren Akzent setzte die...
Gesetzgebungskompetenzen (09/2006)  

066001 Gesetzgebungskompetenzen (09/2006)

Die bundesstaatliche Ordnung ist eines der unabänderlichen Verfassungsprinzipien der Bundesrepublik Deutschland. Im Rahmen dieser Ordnung sind die staatlichen Aufgaben und Befugnisse, insbesondere das Recht der Gesetzgebung, auf Bund und Länder aufgeteilt. Zugleich wirken die Länder in Gesetzgebung und Verwaltung an der Erfüllung gesamtstaatlicher Aufgaben mit. Dieses...
Die Rentenformel (03/2006)  

149395 Die Rentenformel (03/2006)

Als die gesetzliche Rentenversicherung Ende des 19. Jh. eingeführt wurde, war die Altersrente nur als Ausgleich für die im Alter abnehmende Erwerbsfähigkeit gedacht, als bloßer Zuschuss zum Lebensunterhalt. Das änderte sich im Prinzip erst mit der Rentenreform von 1957. Seitdem erhielten die Versicher ten mit der Rente einen zwar nicht üppigen, aber doch meist auskömmlichen...
Vertrauensfrage und konstruktives Misstrauensvotum (01/2006)  

067115 Vertrauensfrage und konstruktives Misstrauensvotum (01/2006)

Im parlamentarischen Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland ist die Regierung vom Vertrauen des Bundestags abhängig, so dass der Regierungskurs, für den der Bundeskanzler die Verantwortung trägt, letztlich nicht gegen den Willen der Bundestagsmehrheit durchgesetzt werden kann.
Geht die politische Übereinstimmung zwischen Bundestag und...
Besitz und Eigentum (05/2004)  

128135 Besitz und Eigentum (05/2004)

Als Rechtsbegriffe sind Besitz und Eigentum streng voneinander zu trennen: Eigentum beinhaltet das umfassende Herrschaftsrecht an einer Sache. Der Eigentümer kann mit seiner Sache daher nach Belieben verfahren und andere von jeder Einwirkung ausschließen (§ 903 BGB). Allerdings ist er in der Ausübung eines Eigentumsrechts gewissen Beschränkungen unterworfen, die sich aus dem...
Wahlsysteme: Mehrheitswahl (04/2004)  

085010 Wahlsysteme: Mehrheitswahl (04/2004)

Am Ende des Mittelalters hatte sich das Prinzip der Mehrheitsentscheidung bei Wahlvorgängen fest eingewurzelt. Könige und Papst wurden von den jeweiligen Wahlkörpern mit Mehrheit bestimmt. Aber erst im Gefolge der Französischen Revolution, mit der Ausdehnung des Wahlrechts auf das ganze Volk, wurde die Mehrheitsregel zur Grundlage demokratischer Wahlsysteme. Ziel jeder...
Wahlsysteme: Verhältniswahl (04/2004)  

085015 Wahlsysteme: Verhältniswahl (04/2004)

Mehrheitswahlsysteme belohnen die Sieger und übergehen die Verlierer. Sie sind ,,unfair", sorgen aber für eindeutige Ergebnisse. Verhältniswahlsysteme haben demgegenüber den Vorteil, dass sie auch Minderheiten zu einer Vertretung im Parlament verhelfen ­ proportional zu ihrem Anteil an der Wählerschaft. Im Parlament kommen auf diese Weise alle Gruppen der Gesellschaft zu...

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